Unsere „Mitbewohner“ der AGG: Peruanische Stabheuschrecken Oreophoetes peruana
Die Peruanische Farnstabschrecke Oreophoetes peruana ist eine auffällig gefärbte Phasmide aus Peru. Die Weibchen haben eine schwarz-gelb-grüne Färbung, während die Männchen schwarz-rot gefärbt sind.
Morphologie und Abwehrmechanismus
Diese Insekten besitzen paarige Thoraxdrüsen, die sich in der Vorderbrust befinden und sich bis zur Hinterbrust erstrecken. Sie geben bei Bedrohung ein milchiges, unangenehm riechendes Wehrsekret ab. Die Abgabe erfolgt entweder in Tropfenform oder als feiner Strahl, der mit hoher Geschwindigkeit nach hinten gespritzt wird. Diese Abgabe konnte erst durch Hochfrequenz-Videographie sichtbar gemacht werden.
Chemische Zusammensetzung des Wehrsekrets
Das Hauptbestandteil des Wehrsekrets ist Chinolin, ein flüchtiges Alkaloid, das in der Tierwelt selten vorkommt. Experimente zeigen, dass es bei verschiedenen Organismen, darunter Ameisen, Spinnen, Schaben und Fröschen, Abwehrreaktionen hervorruft. Dies deutet darauf hin, dass das Sekret als chemische Verteidigung gegen Fressfeinde dient.
Effektivität der Verteidigung
In Tests mit dem Amerikanischen Laubfrosch (Hyla cinerea) zeigte sich dieser unbeeindruckt von dem Wehrsekret und fraß die Stabschrecken dennoch. Die tatsächliche Wirksamkeit gegen natürliche Prädatoren in Peru ist daher noch nicht ausreichend untersucht.
Besonderheiten der Häutung
Eine bemerkenswerte Anpassung von O. peruana ist, dass sie beim Häuten die cuticuläre Auskleidung ihrer Drüsen nicht mit abwerfen. Dies verhindert den Verlust ihres Wehrsekrets und ermöglicht es den Tieren, sich direkt nach der Häutung zu verteidigen.

Oreophoetes peruana. (A) Männchen rittlings auf dem Weibchen. (B) Vorderes Ende des Weibchens, kurz nachdem es ein Abwehrsekret abgegeben hat, mit Resten des weißen Sekrets auf dem Halsschild.
Quellen:
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The Journal of Experimental Biology 200, 2493–2500 (1997) [https://journals.biologists.com/jeb/article/200/19/2493/7589/Defensive-Production-Of-Quinoline-By-A-Phasmid; abgerufen am 30.01.25]
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Entomologie heute 18 (2006): 55-63 [https://www.biologie.hhu.de/fileadmin/redaktion/Fakultaeten/Mathematisch-Naturwissenschaftliche_Fakultaet/Biologie/Institute/weitere_und_ehemalige_Dozenten/weitere_Dozenten/Prof._Dr._Hartmut_Greven_i._R/2006_04_Bein-Greven-Ent-heute-18-S-55-63.pdf; abgerufen am 30.01.25]
Abbildung: https://www.futura-sciences.com/planete/photos/faune-phasmes-art-camouflage-feuilles-1013/faune-phasme-perou-oreophoetes-peruana-6778/ [abgerufen am 30.01.25]

Wo sie zu Hause waren - Schülerinnen und Schüler machen Erinnerung sichtbar
Sie können mit Recht stolz auf sich sein, die Schülerinnen und Schüler, sagt Lehrerin Kristine Klapp. Mit ihr hatten sich die Jungen und Mädchen aus den Wänden ihrer Klassenzimmer auf Grötzinger Gehwege begeben. Ihr Ziel: Vergangenheit in der Gegenwart sichtbar machen, damit in Zukunft Erinnerung und Mahnung wach bleibt.
Im September 2012 wurden vom Künstler Günter Demnig am Niddaplatz 3 die ersten beiden Stolpersteine in Grötzingen verlegt, danach installierte der Bauhof der Ortsverwaltung weitere in der Bruchwaldstraße, Friedrichstraße, Schultheiß-Kiefer-Straße und Krumme Straße. Es sind im Boden eingelassene kleine Gedenktafeln, welche an das Schicksal derjenigen Grötzinger erinnert, die in der Zeit des Nationalsozialismusverfolgt und deportiert wurden und dadurch schließlich im Elend zu Tode kamen oder ermordet wurden. Die Mahnmale wurden im Ort an der Pfinz dort angebracht, wo diese Bürger ihre letzte freiwillig gewählte Wohnung hatten. Zuvor gehörten sie und ihre Familien meist seit Generationen selbstverständlich zum Ortsbild an der Pfinz. Diese Palms, Weils und Traubs unterhielten Textil- Schuh- und Haushaltswarengeschäfte, sammelten Alteisen oder betrieben Metzgereien und Gasthöfe. Sie unterschieden sich nur geringfügig von ihren Mitbürgern, etwa, weil einige von ihnen am Samstag nicht arbeiteten und sonntags keine Kirche besuchten. So mancher Grötzinger der ab 1933 als Boykotteur mit dem Pappschild „Deutsche wehrt euch, kauft nicht bei Juden!“ vor einem Laden stand, war Jahre zuvor in eben demselben Geschäft zu seiner Konfirmation zünftig ausstaffiert worden, nicht selten auf Pump.
Mit der Zeit verschmutzen die Stolpersteine und werden unansehnlich. Dann braucht die Erinnerung Menschen, die vor ihnen niederknien, um Namen und Schicksale wieder sichtbar zu machen. Mit Frau Klapp haben die Jugendlichen geschrubbt und poliert und damit dem Gedenkbuch für die Grötzinger Juden Sinn und Gesicht gegeben, denn die Steine wurden durch Spenden der Fraktionen des Grötzinger Ortschaftsrates und der Autoren und Freunde des „Gedenkbuches für die Grötzinger Juden“ möglich gemacht.
Die Häuser und Orte und damit die Geschichte der jüdischen Gemeinde hatte die Schulklasse bereits bei einem Spaziergang im vergangenen Jahr erforscht. Jetzt folgte die Putzaktion. Ein Besuch auf dem jüdischen Friedhof steht noch aus. Den will die Gruppe so bald als möglich angehen, in Erinnerung an Grötzinger Menschen und zur Mahnung vor Willkürherrschaft und Ausgrenzung.
Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Frau Steinhardt-Stauch





Fasching an der Augustenburg Gemeinschaftsschule
Am Freitag, den 29. Februar 2025, verwandelte sich unsere Schule in ein buntes Faschingsparadies! Pünktlich um 11:11 Uhr stürmten die Hottscheckhexen die Klassenzimmer und fegten das Schulhaus leer. Nach einem spannenden Kampf um den Schulschlüssel wurde die Narrenzeit offiziell eingeläutet.
Zum krönenden Abschluss gab es in der Mensa eine grandiose Faschingsdisko, organisiert von der SMV.
Ein riesiges Dankeschön an alle Helfer, die dieses Event zu einem vollen Erfolg gemacht haben!
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Fächerübergreifendes Arbeiten an der Augustenburg Gemeinschaftsschule: Französisch trifft AES
An der Augustenburg Gemeinschaftsschule wird fächerübergreifendes Lernen großgeschrieben – so auch in einem besonderen Projekt zwischen den Fächern Französisch und AES (Alltagskultur, Ernährung, Soziales). Gemeinsam machten sich die Schülerinnen und Schüler daran, ein typisch französisches Gericht zuzubereiten: den Flammkuchen.
Mit viel Freude und Engagement wurde der Teig geknetet, belegt und anschließend knusprig ausgebacken. Dabei lernten die Teilnehmenden nicht nur die kulinarischen Besonderheiten unseres Nachbarlandes kennen, sondern erweiterten auch spielerisch ihren französischen Wortschatz rund um Lebensmittel und Zubereitungsschritte.
Das Ergebnis konnte sich sehen – und vor allem schmecken – lassen: Der Flammkuchen war ein voller Erfolg! Dieses Projekt zeigte eindrucksvoll, wie Lernen mit allen Sinnen funktioniert und wie viel Spaß es macht, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden.

Ein großes Erlebnis
Die Inklusionsschüler der Augustenburg- Gemeinschaftsschule besuchen mit dem Musikmobil ein Konzert der Jungen Deutschen Philharmonie in Ludwigshafen
Verfasst von den SchülerInnen der 6.1
Am Montag, 13.01.2025 haben alle Inklusionsschüler der AGG gemeinsam mit ihren LehrerInnen und SchulbegleiterInnen einen Ausflug zu einem Konzert im Feierabendhaus in Ludwigshafen gemacht.
Wir wurden an der Schule von einem Bus vom Musikmobil „Young ClassiX“ abgeholt und sind nach Ludwigshafen gefahren. Eine Musikpädagogin hat uns auf der Busfahrt viel über das Konzert erzählt und erklärt, wie das Orchester aufgebaut ist. Wir haben die Gemeinsamkeit von Klarinette und Saxophon gelernt: Beide gehören zu der Familie der Holzblasinstrumente, weil beide ein Mundstück aus Holz haben.
Im Feierabendhaus angekommen, haben wir uns im Foyer zuerst mit unserem mitgebrachten Vesper gestärkt.
Beim Konzert „Celebrations“ ging es dann sehr festlich zu!Die MusikerInnen der Jungen Deutschen Philharmonie spielten für uns Stücke von George Gershwin, Leonard Bernstein und William Bolcom. Sie haben während dem Konzert viel über die Stücke erklärt und manche Instrumente auch einzeln vorgespielt, damit man hören konnte, wie sie klingen. Die vier Musiker des Saxophon-Quartetts „Kebyart“ kommen aus Spanien. Sie spielen schon lange zusammen und haben viel Freude an der Musik.
Wir waren sehr fasziniert, wie laut, leise, stürmisch und schnell die Musiker spielen können. Wir haben viel geklatscht!
Auf der Heimfahrt haben wir einen Fragebogen zum Konzert ausgefüllt und einen Bleistift geschenkt bekommen. Auf die Frage, was wir vom Konzert mitnehmen können, hat eine Schülerin geantwortet: Die Musiker haben mich glücklich gemacht!






