Inklusive Bildungsangebote

Inklusion – ein Auftrag der Gemeinschaftsschule

„Inklusion ist ein Prozess und gleichzeitig ein Ziel, menschliche Verschiedenheit als Normalität in unserer Gesellschaft anzunehmen und wertzuschätzen.“

Inklusion 1Inklusive Pädagogik zeichnet sich – wie kein anderer pädagogischer Ansatz – dadurch aus, dass sie uneingeschränkt dem Modell der heterogenen Lerngruppe verpflichtet ist. Gemeinschaftsschule hat für jeden einen Platz.

Auf der Grundlage gegenseitiger Wertschätzung – Respekt und Anerkennung der Individualität – wollen wir an der Augustenburg Gemeinschaftsschule ermöglichen:

  • Uneingeschränkte soziale Einbindung und inklusive Teilhabe an allen Bildungsangeboten.
  • Alle dürfen alles lernen.
 Inklusion in Grötzingen

Schon im Jahr 1999 startete in Grötzingen die erste „Inklusionsklasse“. Von diesem Zeitpunkt an wurde Inklusion systematisch aufgebaut. Inzwischen ist Inklusion als durchgängiges Prinzip in jeder Klassenstufe installiert. Der Gedanke der gemeinsamen Beschulung wird von allen am Schulleben beteiligten (Schulleitung, Lehrkräfte, Schüler und Eltern) mitgetragen und sind an der inklusiven Schul- und Unterrichtsentwicklung beteiligt.

Bündelung der Inklusionsschüler

Für jeden Schüler mit Förderbedarf werden je nach Art der sonderpädagogischen Förderung und individuellem Profil der Gemeinschaftsschule 2-5 sonderpädagogische Stunden zur Verfügung gestellt.  Um möglichst viele Sonderpädagogen Stunden in einer Klasse zu haben (Zwei-Pädagogen-System), bündeln wir in der Regel bis zu 4-5 Inklusionsschüler; damit ist eine gute Betreuung und Förderung leichter möglich.

Die Inklusionsschüler, die auf weitere Lerngruppen verteilt sind, werden mit Inklusion 2differenziertem Material mitversorgt, bzw. die Lernbegleiter erhalten durch die Sonderpädagogen Beratung und Unterstützung bei der Erstellung des entsprechenden Materials und der Gestaltung des individuellen Lernweges.

Für Schüler mit Autismus-Spektrums-Störungen, die im Unterricht zielgleich unterrichtet werden, stehen keine sonderpädagogischen Stunden zur Verfügung. Diese werden von den vorhandenen Pädagogen intensiv betreut und von einem Schulbegleiter unterstützt.

Inklusiver Unterricht

Die pädagogische Verantwortung für inklusive Settings liegt beim gesamten Lehrerteam. Die Lernbegleiter übernehmen die Verantwortung für eine optimale Förderung der einzelnen Schüler. Schulbegleiter sind eine Unterstützung in der Bewältigung des Schulalltages, sind aber nicht für die pädagogische Arbeit, wie Förderplanung, Unterrichtsplanung und –Unterrichtsdurchführung, Elterngespräche, Leistungsbewertung und Bereitstellen von Material zuständig.

Inklusion 3Differenziertes Unterrichtsmaterial

…wird von den Lernbegleitern erstellt, die Zuständigkeiten werden im Team abgesprochen, in gemeinsamer Verantwortung für die heterogene Lerngruppe. Ziel eines inklusiven Unterrichts ist, die didaktisch- methodischen Konzepte des Unterrichts der heterogenen Lerngruppen so zu gestalten, dass es gelingt die individuellen Lernbedürfnisse und-dispositionen in einem gemeinsamen Unterricht zu vermitteln. Grundlage für die passende individuelle Förderung jedes Schülers bildet der individuelle Lern- und Entwicklungsplan, auf dessen Grundlage die gezielte Lernwegeplanung stattfindet.

Berufsorientierung im inklusiven Setting

 

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