Lerncoaching

Schulisches „Lerncoaching“ bzw. „Coaching“ ist ein zentrales Element der Gemeinschaftsschulen. Coaching soll erreichen, dass die Schüler schon früh in die Gestaltung ihres Lebens – vor allem in die Gestaltung ihrer Schullaufbahn – eingebunden werden und dabei lernen, Frei- und Entscheidungsräume positiv zu nutzen und zu gestalten.

Im schulischen Coaching wird die Entwicklung der Lern- und Arbeitsfähigkeit, sowie der Persönlichkeitsentwicklung begleitet, sowie Begabungen unterstützt. Es umfasst folgende Struktur:

  • Aufteilung der Coachkinder im Jahrgangsstufenteam
  • Feste und regelmäßige Coachzeiten
  • Feste Beziehungsstrukturen
  • Elternkommunikation
  • Lernpartner-Eltern-Lernbegleitergespräche
  • Erstellung von Förderplänen und Lernentwicklungsberichten

In den Coachinggesprächen wird angesprochen:IMG_1285

  • Führung des Lerntagebuchs
  • Durchführung einer Wochenbilanz(Barometer-Wochenziel)
  • Beratung bzgl. Niveaustufen
  • Zeitmanagement
  • Wie wurden Aufgaben erledigt(Korrektheit/Vollständigkeit)
  • Welche Zusatzangebote sind notwendig(Umsetzung von Förderzielen)
  • Welche besonderen Fähigkeiten und Interessen sollen in ihrer Entfaltung gestützt werden
  • Feedback an den Lernpartner und Eltern(Einbindung der Eltern in die Lernprozesse)

In den Jahrgangsstufen 5 bis 7 erfolgt das Coaching stark beziehungsorientiert in der oben beschriebenen Weise, später kann es durch ein Sprechstundenmodell ergänzt und zielbezogen in Anspruch genommen werden („Spezialisten“ beraten fachbezogen).

 

Lerntagebuch / Hausaufgaben

WochenarbeitsplanDein Lerntagebuch ist dein Werkzeug.

Es ist dein Werkzeug zum Lernen, zum Dokumentieren deines Lernens, zum (Voraus-)Planen, zum Nachschlagen und zum Weitergeben von Informationen zwischen dir, deinen Eltern und deinen Lernbegleitern.

Dein Lerntagebuch (LTB) ist ständig bei dir. Du nimmst es gerne täglich, mindestens aber einmal in der Woche mit nach Hause, um deinen Eltern deinen Lernfortschritt zeigen zu können.

Was muss ich ins LTB eigentlich eintragen / einkleben?

Zu Wochenbeginn klebst du jeweils deinen Wochenplan ein. Diesen bekommst du meist am Montag beim Lerngruppenleiter.

Schreibe die Fächer der kommenden Tage schon voraus, dann fällt dir das Eintragen deiner Lernschritte später leichter. Die Fächer findest du im Stundenplan, aktuelle Änderungen im Wochenplan.

Zu Schuljahresbeginn und Tertialbeginn trägst du in deinem LTB sofort ein …

  • deinen Stundenplan
  • deinen Lernvertrag, deine Lernvereinbarung
  • deine Notfall-Telefonnummern und Adresse auf Seite 1
  • deine Wahlfächer (Klasse 5 /6 die Wahlangebote, später deine Fremdsprachen und Schwerpunktfächer Mum oder Technik)
  • die Geburtstage deiner Mitschülerinnen und Mitschüler
  • und vieles mehr.

Und wenn du einen Lerncheck geschrieben hattest und deinen Feedback-Bogen bekommst, klebst du diesen hinten im Lerntagebuch ein. Jetzt können deine Eltern und deine Lernbegleiter deine Lernfortschritte sehen.

Oh Mann, Lernen planen ist aber anstrengen!

Ja, aller Anfang ist schwer – Lernen rentiert sich aber… versprochen. Versuche, deine Lernwege und Lernjobs und die notwendigen Aufgaben mit Bleistift in dein LTB einzutragen, damit zu deine Lernschritte und die Menge abschätzen kannst. Behältst du den Überblick über deinen Lernstoff, kannst du schneller erkennen, wo du noch etwas vorbereiten oder rechtzeitig fertig haben solltest. Probiere es aus! Wir helfen dir gerne dabei.

Was macht denn mein Coach und der Lerngruppenleiter mit meinem LTB?

Dein Coach schreibt dir in der Regel alle zwei Wochen oder wöchentlich ein kurzes Feedback zu deinen Lernfortschritten ins Lerntagebuch. Diese Notiz musst du deinen Eltern am besten am selben Tag vorzeigen und unterschreiben lassen. Dann sind deine Eltern informiert und freuen sich über deine Fortschritte.

Du notierst direkt vor dem Coaching deine „Stimmungs- und Lernbarometer“, deine Ziele für die kommende Woche und deine Fragen an den Coach. So kann dieser schneller erkennen, wo du Hilfe und Unterstützung brauchst.

Vielleicht wirst du spezielle Arbeitspläne erhalten, um in einem bestimmten Fach tiefgehender zu arbeiten oder z.B. nach Krankheitsphasen deinen Lernstoff aufzuholen – um deine Ziele zu vertiefen und erreichen zu können.

Tut das LTB auch mal weh?

Hängt davon ab, was du damit machst! Wer „Rote Karten“ für besonders ekliges Verhalten in der Schule oder gegenüber Lernpartnern und Lernbegleitern erhält, der muss damit rechnen, dass sich Eltern und Lernbegleiter wenig über diese besonderen Einträge freuen. Kommt aber selten vor …
Ansonsten gilt: LTB in den Ranzen, nicht auf den Fußzeh fallen lassen… 😉

 Wie – jetzt auch noch Hausaufgaben?

  • Du bist noch in der Grundschule, also in Klasse 1 bis 4?Ja, dann ist „Hausgabe“ Bestandteil deines Lernens, sozusagen dein Beruf, den du am Nachmittag ohne die LehrerInnen selbstständig erledigen können sollst.
    Hausaufgaben lassen dich den Stoff, den du in der Schule kennengelernt hast, vertiefen, üben und wiederholen. Einige Hausaufgaben bringen dich dazu, über andere Wege bei einer Lösung nachzudenken und vielleicht selbst neue Dinge kennenzulernen.Erledige deine Hausaufgaben zeitnah, bestenfalls am gleichen Tag. Schreibe ein Datum, die Aufgabennummer und Buchseite dazu, schreibe ordnetlich in deine Hefte und Ordner. Zeige, dass du es ohne die Hilfe deiner Eltern schaffen kannst!
    Ok, manchmal braucht es einen Tipp von den großen Erwachsenen… – kurzes Helfen ist erlaubt.
  • Du bist in unserer Sekundarstufe, also in Klasse 5 bis 10?Ja, dann sind „Hausaufgaben“ auch Bestandteil deines Lernens, sozusagen „versteckt“ in deinen Lernjobs und Wochenplanaufgaben. Versuche, diese Aufgaben innerhalb der vorgegebenen Zeiten sicher vorauszuplanen und zu erfüllen. Vergiss die Kontrolle deiner Ergebnisse nicht. Deine Lernbegleiter und dein Coach werden dich dabei gerne begleiten – nur abnehmen können sie dir das Lernen leider nicht. Das muss du selbst erledigen!Manchmal wirst du feststellen, dass ein Lernjob nicht rechtzeitig fertig wird. Dann kannst du jederzeit zuhause nacharbeiten oder vorbereiten. Besonders in den höheren Jahrgangsstufen und in den Fremdsprachen wirst du feststellen, dass freiwillige Wiederholung dir hilft, das angestrebte Lernniveau noch besser zu erreichen.

 

Auf gute Zusammenarbeit und erfolgreiches Lernen,
deine Lernbegleiter

 

Strukturierung

Wir stellen Ihnen auf dieser Seite die Strukturierung der pädagogischen Arbeit an der Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen vor. Lesen Sie die jeweiligen Stichworte dieser Seite oder nutzen Sie das Inhaltsverzeichnis.

Unterricht

Eindrücke aus den Lernstudios und Lernateliers im Frühsommer 2014, Jahrgangsstufe 6

 

Jahrgangsstufen

Jede Jahrgangsstufe ist in heterogene Lerngruppen aufgeteilt.

Zwischen den Lerngruppen besteht Durchlässigkeit (Mischung der Gruppen in Wahlangeboten, gemeinsames Lernen von Partnern und Gruppen aus unterschiedlichen Lerngruppen in der Lernlandschaft: Arbeitsplätze auf den Fluren – Differenzierungsräume, gemeinsame Veranstaltungen, wie Ausflüge, Museumsbesuche…)

Eine Bündelung von Inklusionsschülern ist wünschenswert und sinnvoll.

Lerngruppen

Die Gesamtheit der Kinder einer Klasse bildet eine Lerngruppe. Der Begriff Lerngruppe soll deutlich machen, dass die Lerngruppe mehr ist, als der bisher fest zusammengefügte Klassenverband. Die Lernpartner (Schüler) betätigen sich in der Gemeinschaftsschule in unterschiedlichen, weitgehend selbst gewählten Lernsituationen, in verschiedenen Gruppierungen in individuellen und kooperativen Lernformen. Die Lerngruppe bietet den Lernpartnern ein bekanntes und sicheres Umfeld, in dem sie sich in vielen Lernsituationen finden.

Lernbegleiterteam

Der Begriff Lernbegleiter zeigt die geänderte Rolle der LehrerInnen an der Gemeinschaftsschule. Lernbegleiter sind nicht nur Wissensvermittler, sondern gleichzeitig Begleiter und Berater der Kinder.

Das ganze Lernbegleiterteam eines Jahrgangs ist Ansprechpartner für alle Kinder.

Bedingt durch die heterogene Zusammensetzung der Jahrgangsstufen, setzt sich das Lernbegleiterteam aus Pädagogen des Gymnasiums, der Realschule, der Werkrealschule und der Sonderschule zusammen.

Lerninstrumentarien

Die Lerninstrumentarien helfen Lernprozesse sichtbar zu machen, sie helfen den individuell zu fördernden Lernpartnern ihr kognitives, soziales und emotionales Potential umfassend zu entwickeln.

Lerntagebücher:

Mit der kontinuierlichen Nutzung von Lerntagebüchern sollen entscheidende Entwicklungsschritte bei den Lernpartner erreicht werden. Die Selbstreflexionskompetenz der Lernpartner und die damit verbundene Selbsteinschätzung von erbrachten Leistungen verbessert sich spürbar. Lerntagebücher liefern wertvolle Informationen für Lernentwicklungsgespräche und der Bereitstellung von individuellen Arbeitsmaterialien. Im Lerntagebuch wird der individuelle Lernweg eines jeden Lernpartners dokumentiert.

Das Lerntagebuch dient als Feedbackinstrument für Eltern, Lernpartner und Lernbegleiter zu fachbezogenen und sozialen Lernprozessen genauso wie zu organisatorischen Hinweisen. Dadurch entsteht eine konsequente Transparenz schulischen Arbeitens.

Wochenplan

Der Wochenplan stellt eine weitere Methode zur Öffnung des Unterrichts in Richtung selbstorganisiertes Lernen dar und bietet gleichzeitig eine übersichtliche Kontrolle für Lernpartner, Lernbegleiter und Eltern über zu erledigende Aufgaben.Die Lernpartner erhalten zu Beginn einer Woche einen Plan, welcher Aufgaben aus verschiedenen Fächern mit verschiedenen Lerninhalten enthält. In den dafür vorgesehenen Unterrichtsstunden besteht die Möglichkeit, den Wochenplan je nach Vorgabe in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit zu erarbeiten. Die Unterstützung des Lernbegleiters soll nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Auch bei der Kontrolle der erledigten Aufgaben steht die Selbstkontrolle des Schülers im Vordergrund. Anhand der Wochenplanarbeit sollen sowohl die Selbstständigkeit als auch die sozialen Kompetenzen gefordert sowie gefördert werden. Das Wochenplanangebot unterstützt den Lernpartner in der Auswahl der zu erledigenden Aufgaben, im Hinblick auf das Erreichen von Kompetenzen und gibt gleichzeitig einen Zeitlichen Rahmen vor.

In Klasse 5 werden Wochenpläne in Anlehnung an die Stundenpläne als Stundenarbeitspläne geführt um eine schrittweise Annäherung an selbstorganisiertes Lernen zu ermöglichen und den Lernpartner einen sicheren, verlässlichen Lernrahmen zu geben. Lernpartner, die mit einem Wochenarbeitsplan überfordert sind (Inklusionskinder, Kinder mit unterschiedlichen Wahrnehmungsstörungen oder Sinnesschädigungen) erhalten zusätzlich zu einer Wochenübersicht (mit Symbolen) ,zur weiteren übersichtlichen Planung, individuell ausgearbeitete Tagespläne, die mit Symbolen (Piktogrammen) versehen sind.

In Klasse 6+7 findet eine weitere Öffnung der Wochenplanarbeit, hin zum selbstorganisierten Lernen statt: Die Wochenpläne werden jetzt als Arbeitspläne ohne genaue zeitliche Vorgabe geführt.

Beispiel für einen Wochenplan Jahrgangsstufe 5

Wochenplan Jahrgangsstufe 5

Beispiel für einen Wochenplan Jahrgangsstufe 6

Wochenplan Jahrgangsstufe 6

Beispiel für einen Wochenarbeitsplan (Auszug aus dem Lerntagebuch)

Wochenarbeitsplan

Coaching

Jeder Lernbegleiter ist gleichzeitig Coach für eine bestimmte Anzahl von Kindern. Der Coach begleitet, betreut und berät die Lernpartner in schulischen und persönlichen Fragen. Der Coach ist Vermittler zwischen Lernpartner – Lernbegleiterteam – Eltern.

Weitere Informationen zum Lerncoaching finden Sie hier.

 

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