Strukturierung

Wir stellen Ihnen auf dieser Seite die Strukturierung der pädagogischen Arbeit an der Augustenburg Gemeinschaftsschule Grötzingen vor. Lesen Sie die jeweiligen Stichworte dieser Seite oder nutzen Sie das Inhaltsverzeichnis.

Unterricht

Eindrücke aus den Lernstudios und Lernateliers im Frühsommer 2014, Jahrgangsstufe 6

 

Jahrgangsstufen

Jede Jahrgangsstufe ist in heterogene Lerngruppen aufgeteilt.

Zwischen den Lerngruppen besteht Durchlässigkeit (Mischung der Gruppen in Wahlangeboten, gemeinsames Lernen von Partnern und Gruppen aus unterschiedlichen Lerngruppen in der Lernlandschaft: Arbeitsplätze auf den Fluren – Differenzierungsräume, gemeinsame Veranstaltungen, wie Ausflüge, Museumsbesuche…)

Eine Bündelung von Inklusionsschülern ist wünschenswert und sinnvoll.

Lerngruppen

Die Gesamtheit der Kinder einer Klasse bildet eine Lerngruppe. Der Begriff Lerngruppe soll deutlich machen, dass die Lerngruppe mehr ist, als der bisher fest zusammengefügte Klassenverband. Die Lernpartner (Schüler) betätigen sich in der Gemeinschaftsschule in unterschiedlichen, weitgehend selbst gewählten Lernsituationen, in verschiedenen Gruppierungen in individuellen und kooperativen Lernformen. Die Lerngruppe bietet den Lernpartnern ein bekanntes und sicheres Umfeld, in dem sie sich in vielen Lernsituationen finden.

Lernbegleiterteam

Der Begriff Lernbegleiter zeigt die geänderte Rolle der LehrerInnen an der Gemeinschaftsschule. Lernbegleiter sind nicht nur Wissensvermittler, sondern gleichzeitig Begleiter und Berater der Kinder.

Das ganze Lernbegleiterteam eines Jahrgangs ist Ansprechpartner für alle Kinder.

Bedingt durch die heterogene Zusammensetzung der Jahrgangsstufen, setzt sich das Lernbegleiterteam aus Pädagogen des Gymnasiums, der Realschule, der Werkrealschule und der Sonderschule zusammen.

Lerninstrumentarien

Die Lerninstrumentarien helfen Lernprozesse sichtbar zu machen, sie helfen den individuell zu fördernden Lernpartnern ihr kognitives, soziales und emotionales Potential umfassend zu entwickeln.

Lerntagebücher:

Mit der kontinuierlichen Nutzung von Lerntagebüchern sollen entscheidende Entwicklungsschritte bei den Lernpartner erreicht werden. Die Selbstreflexionskompetenz der Lernpartner und die damit verbundene Selbsteinschätzung von erbrachten Leistungen verbessert sich spürbar. Lerntagebücher liefern wertvolle Informationen für Lernentwicklungsgespräche und der Bereitstellung von individuellen Arbeitsmaterialien. Im Lerntagebuch wird der individuelle Lernweg eines jeden Lernpartners dokumentiert.

Das Lerntagebuch dient als Feedbackinstrument für Eltern, Lernpartner und Lernbegleiter zu fachbezogenen und sozialen Lernprozessen genauso wie zu organisatorischen Hinweisen. Dadurch entsteht eine konsequente Transparenz schulischen Arbeitens.

Wochenplan

Der Wochenplan stellt eine weitere Methode zur Öffnung des Unterrichts in Richtung selbstorganisiertes Lernen dar und bietet gleichzeitig eine übersichtliche Kontrolle für Lernpartner, Lernbegleiter und Eltern über zu erledigende Aufgaben.Die Lernpartner erhalten zu Beginn einer Woche einen Plan, welcher Aufgaben aus verschiedenen Fächern mit verschiedenen Lerninhalten enthält. In den dafür vorgesehenen Unterrichtsstunden besteht die Möglichkeit, den Wochenplan je nach Vorgabe in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit zu erarbeiten. Die Unterstützung des Lernbegleiters soll nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Auch bei der Kontrolle der erledigten Aufgaben steht die Selbstkontrolle des Schülers im Vordergrund. Anhand der Wochenplanarbeit sollen sowohl die Selbstständigkeit als auch die sozialen Kompetenzen gefordert sowie gefördert werden. Das Wochenplanangebot unterstützt den Lernpartner in der Auswahl der zu erledigenden Aufgaben, im Hinblick auf das Erreichen von Kompetenzen und gibt gleichzeitig einen Zeitlichen Rahmen vor.

In Klasse 5 werden Wochenpläne in Anlehnung an die Stundenpläne als Stundenarbeitspläne geführt um eine schrittweise Annäherung an selbstorganisiertes Lernen zu ermöglichen und den Lernpartner einen sicheren, verlässlichen Lernrahmen zu geben. Lernpartner, die mit einem Wochenarbeitsplan überfordert sind (Inklusionskinder, Kinder mit unterschiedlichen Wahrnehmungsstörungen oder Sinnesschädigungen) erhalten zusätzlich zu einer Wochenübersicht (mit Symbolen) ,zur weiteren übersichtlichen Planung, individuell ausgearbeitete Tagespläne, die mit Symbolen (Piktogrammen) versehen sind.

In Klasse 6+7 findet eine weitere Öffnung der Wochenplanarbeit, hin zum selbstorganisierten Lernen statt: Die Wochenpläne werden jetzt als Arbeitspläne ohne genaue zeitliche Vorgabe geführt.

Beispiel für einen Wochenplan Jahrgangsstufe 5

Wochenplan Jahrgangsstufe 5

Beispiel für einen Wochenplan Jahrgangsstufe 6

Wochenplan Jahrgangsstufe 6

Beispiel für einen Wochenarbeitsplan (Auszug aus dem Lerntagebuch)

Wochenarbeitsplan

Coaching

Jeder Lernbegleiter ist gleichzeitig Coach für eine bestimmte Anzahl von Kindern. Der Coach begleitet, betreut und berät die Lernpartner in schulischen und persönlichen Fragen. Der Coach ist Vermittler zwischen Lernpartner – Lernbegleiterteam – Eltern.

Weitere Informationen zum Lerncoaching finden Sie hier.

 

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